Konsumkritik #2

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Der Konsumkritische Stadtrundgang ist in die zweite Runde gegangen. Vom 18. bis 20. Februar fand diese interaktive Stadtführung erneut unter der Leitung mehrerer Greenpeace Aktivist*innen statt. Über 100 Mittelstufenschüler*innen der Oberschule Papenteich hinterfragten dabei ihr eigenes Konsumverhalten, verbunden mit Orten wie Textildiscounter und Second-Hand-Läden, Vortagsbäckereien oder Smartphone-Shops. Passend zum Thema "Lebensplanung - mein zukünftiges Leben" der an der OBS durchgeführten Projektwoche, ging es währenddessen vor allem um die Frage, wie wir unseren Konsum von Ressourcen, Produkten und Dienstleistungen so gestalten können, dass er uns und anderen ein gutes Leben ermöglicht. An den einzelnen Stationen zu den Themen Lebensmittel, Elektronik und Kleidung konnten die Schüler*innen ihr bisheriges Wissen zeigen, ihr eigenes Verhalten reflektieren und Anreize für nachhaltigen Konsum mit nach Hause nehmen. Diskutiert wurde Themen wie das Mindesthaltbarkeitsdatum, welches kein Ablaufdatum darstellt, die Möglichkeit kaputte Handys zu reparieren und die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Dass Lebensmittelverschwendung nur zu 5 Prozent in Supermärkten, aber über 50 Prozent in privaten Haushalten stattfindet oder, dass Smartphones in Deutschland im Schnitt nicht mal 24 Monate genutzt werden, hinterließ bei vielen Eindruck.

"Wir wollten Anregungen geben, wie man in seinem eigenen Rahmen Konsum überdenken und neu gestalten kann. Denn mehr Konsum bedeutet nicht zwangsläufig ein besseres Leben zu führen und weniger Konsum führt nicht zwangsläufig zu Verlust von Lebensqualität", sagt Alexander Siemon, der den Rundgang mitorganisiert hat.

Nach gut eineinhalb Stunden endete die Stadtführung für die Schüler*innen. Wir wünschen uns, dass ihr Nachdenken über die Quantität und Qualität von Konsum und die eigene Lebensqualität weiter geht. Wir sind überzeugt, dass durch Aufklärung und Weitergabe von Denkanstößen daraus ein Mehrgewinn für viele Menschen entstehen kann.