Verkehrswende

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Das Problem: Überall parkende Autos, stinkende Luft, ohrenbetäubender Verkehrslärm, Staus in der Innenstadt und Buckelpisten als Radwege?

DU kannst etwas bewegen – wir zeigen dir wie. Werde auch du Teil der Verkehrswende in Braunschweig!

Vom 16-22. September ist Europäische Mobilitätswoche. Mach auch du mit! Fahre mehr Fahrrad, melde dich beim CarSharing an oder sorge dafür, dass Braunschweig fahhradfreundlicher wird. Wie das geht, zeigen wir dir!

Entschleunige deine Straße

Den Lärmpegel in deiner Straße senken und dort gleichzeitig für erheblich mehr Sicherheit sorgen?! Das geht, indem du dort die Einrichtung „einer Tempo 30 Zone“ beantragst.

  • Bei 30 km/h kommt ein Auto bereits nach 14 Metern zum Stehen, wenn auf eine Gefahr schnell reagiert wird.
  • Bei 50 km/h hat nach 14 Metern der Bremsvorgang noch nicht einmal begonnen!
  • Auch der Lärmpegel würde sich in Braunschweig halbieren, falls 30 km/h als allgemeine Höchstgeschwindigkeit gilt.

Die Einrichtung einer „Tempo 30 Zone“ kannst du durch einen so genannten Einwohnerantrag möglich machen. Das Soforthilfe-Papier des VCD erklärt detailliert, wie du in deiner Straße 30 km/h zur Höchstgeschwindigkeit machst und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

Einen Stellplatz für dein Rad!

In jeder Stadt kennt man es: Irgendwo gibt es immer einen Ort, wo haufenweise Fahrräder an Laternenmasten, Bäumen, Zäunen oder aneinander angeschlossen werden, weil keine „Parkplätze“ vorhanden sind. Doch auch daran kannst du etwas ändern:

  • Zähl die wild geparkten Räder und teile dem Bürgerservice das Ergebnis deiner kleinen Erhebung mit.
  • Schlage vor, mit mehr Fahrradständern einen Schritt in Richtung Verkehrswende zu gehen.

Fahr (mehr) Fahrrad!

Denn wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann nicht nur Geld sparen, sondern auch Zeit und Nerven. Nebenbei tust du deiner Gesundheit noch etwas Gutes und hältst dich fit. Besonders angenehm fährt es sich auf Braunschweigs Fahrradstraßen oder dem Ringgleis. Eine Übersicht der Fahrradstraßen in Braunschweig ist auf der Seite des ADFC Braunschweig zu finden. Das Fahrrad lässt sich auch gut mit anderen Verkehrsmitteln kombinieren. In unserem Verkehrsverbund ist die Fahrradbeförderung in Bus und Bahn grundsätzlich möglich. Pendelnde oder Reisende können ihr Rad auch an der bewachten AWO Radstation am Braunschweiger Hauptbahnhof für eine geringe Gebühr abgeben. Auch einen Reparaturservice bietet die Radstation an. Wer noch keinen Plan für den nächsten Urlaub hat, sollte auch mal über eine schöne Radtour nachdenken, in Deutschland und Europa (EuroVelo) gibt es ein ganzes Netz aus Radfernwegen.

Rent a Lastenrad

Falls du etwas transportieren möchtest, was nicht in deinen Rucksack oder in deine Fahrradtasche passt, leih doch einfach einen Fahrradanhänger oder ein Lastenrad. Kostenlose  Lastenräder bekommst du bei dem Verleihsystem „Heinrich der Lastenlöwe“. Nach einer Registrierung und Buchung über die Webseite, kannst du deinen „Heinrich“ direkt an den zunehmenden Standorten in Braunschweig abholen.

Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt

Anhänger, Lastenräder und Alltagsräder bekommst du auch bei der Fahrrad- und Verkehrs-AG des AStA der TU Braunschweig für eine geringe Gebühr – unabhängig davon, ob du studierst oder nicht. Außerdem gibt es dort Platz, Werkzeug und fachkundige Beratung, damit du dort selbst an deinem Fahrrad schrauben kannst.

Spare mit einem Dienstfahrrad

Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu pendeln ist gut für Körper, Geist und Umwelt und spart in der Stadt meistens auch noch viel Zeit. Zusammen mit dem Arbeitgeber kannst du sogar bei  einem neuen, hochwertigen Fahrrad (z.B. E-Bike) noch Geld sparen! Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Der Arbeitgeber kann ein Fahrrad kaufen und dem Angestellten zur Verfügung stellen. Dieses kann er - anders als z.B. eine Lohnerhöhung - steuerlich absetzen.
  2. Der Arbeitgeber schließt einen Vertrag mit einem Leasinganbieter ab und sucht sich ein Fahrrad beim teilnehmenden Händler aus, wobei er eine monatliche Leasingrate (inkl. Versicherung) zahlt. Diese wir mit dem Bruttolohn verrechnet, sodass hier weniger Abgaben nötig sind. Beispiele für Leasinganbieter: Jobrad, Lease-a-bike, Mein Dienstrad oder Eurorad.

Critical Mass Ride

Es ist wichtig, bessere und sicherere Bedingungen für Fahrradfahrende im Straßenverkehr einzufordern. Genau das machst du beim Critical Mass Ride. An jedem letzten Freitag im Monat treffen sich Radfahrende ab 19:00 Uhr vor dem Braunschweiger Bahnhof. Um19:30 Uhr geht es los mit einer kritischen Masse, die so groß ist, dass sie die Straßen benutzen darf und an diesem einen Abend mal nicht mit den Radwegen vorlieb werden muss.

CarSharing - umweltbewusst, günstig, flexibel: Die Alternative zum eigenen Auto

Teile dir ein Auto mit anderen: Statistisch gesehen stehen Autos in Deutschland 23 Stunden am Tag ungenutzt herum.

  • Statt den dafür benötigten Parkplätzen könnte es viel mehr Grün in den Städten, Wohnraum oder Platz für Fahrräder geben.
  • Außerdem: Ein geteiltes Auto bedeutet weniger Kosten für alle, die mitmachen: Bei einem Gebrauchtwagen im Kleinwagensegment kommst du auf einen Kilometerpreis von 46 Cent. Im Vergleich dazu bezahlst du mit CarSharing nur 27 Cent pro km, d.h. fast die Hälfte.
  • Wenn du dein Auto nur unregelmäßig brauchst, häufig kürzere Strecken fährst und unter 10.000 km pro Jahr fährst, ist CarSharing eine echte Alternative für dich.

Eine Linksammlung zum Thema CarSharing sowie eine Übersicht über lokale und nationale Anbieter haben wir auf unserer Homepage zusammengestellt.

Nachbarschaftsauto - das ganz eigene CarSharing

Teile dein Auto mit anderen - Sei dein eigener CarSharing-Dienstleister. Statt eines offiziellen oder privaten CarSharing-Anbieters kannst du auch direkt in deiner Nachbarschaft für ein gemeinsames Auto sorgen und dein Auto mit Freunden und Nachbarn teilen. Damit es rechtlich keine Überraschungen gibt, bieten der ADAC sowie der VCD Musterverträge online an.

E-Mobilität - Die Infrastruktur im Braunschweiger Raum

Könnt ihr doch noch nicht auf ein Auto verzichten? Vielleicht ist ein E-Auto dann eine Alternative? Wusstest du zum Beispiel, dass es in Braunschweig über 30 Ladestationen im Stadtgebiet gibt? Oder dass alle E-Autos in der Stadt kostenlos parken dürfen und ein durchschnittlicher Ladezyklus nur etwa eineinhalb Stunden beträgt? Beim Fahren stoßen E-Autos weder CO2 noch Stickoxide aus und machen keine dicke Luft in den Städten – sofern sie mit Ökostrom betrieben werden. Ohne Ökostrom betriebene Elektroautos können jedoch einen schlechteren Öko-Fußabdruck haben als Autos mit Verbrennungsmotor! Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten.

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