Wasserando

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Es gibt viele Gründe mehr Wasser zu trinken. Es fördert die Gesundheit, steigert die Leistungsfähigkeit und verbessert das Wohlbefinden. Warum es sich aber lohnt auf Wasser aus Plastik- oder sogar Glasflaschen zu verzichten und stattdessen Leitungswasser zu trinken, wollen wir hier kurz vorstellen

 

Die Ökobilanz der Plastik-Flasche ist ein Desaster             

  • Leitungswasser ist meist ein regionales Produkt. Und falls es weitere Strecken zurücklegt, dann in Leitungen. Dies ist, im Gegensatz zum Transport von abgefüllten Wasserflaschen im LKW, ein sehr effizienter Weg Wasser zu transportieren.
  • Durch den Transport und die Herstellung von Plastik- oder Glasflaschen, haben diese einen wesentlich schlechteren ökologischen Fussabdruck als Leitungswasser. So wurde beispielweise von Greenpeace Schweiz ermittelt, dass in einem Liter Mineralwasser schätzungsweise bis zu drei Deziliter Mineralöl [1] stecken.

               Und dann ist da ja noch das Problem mit dem Mikroplastik

  • Plastikflaschen, aber auch die Kunststoffverschlüsse von Glasflaschen können zu einer erheblichen Umweltbelastung werden. Werden sie nicht fachgerecht entsorgt, landen sie in der Natur und leider auch im Meer, wo sie sich über die Zeit zu Mikroplastik zersetzen und schließlich in der Nahrungskette enden.

 

Flaschenwasser ist wesentlich teurer als Leitungswasser

  • In Braunschweig kostet der Liter Leitungswasser ungefähr 0,4 Cent. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus den Kosten pro Liter Trinkwasser von 0,17 Cent/Liter [2] und den Kosten für das Abwasser von 0,254 Cent/Liter[3]. Die zu zahlende Abwassermenge richtet sich nämlich nach der verbrauchten Frisch-/Trinkwassermenge.
  • Der günstigste Liter Mineralwasser in der Plastikflasche kostet im Discounter 13 Cent/Liter.
  • Im Durchschnitt trinkt jedeR Deutsche 147 Liter Mineralwasser pro Jahr (0,4 Liter/Tag) [4] und gibt somit mindestens 20 Euro pro Jahr für Mineralwasser aus. Bei Leitungswasser kostet die gleiche Menge nur ca. 59 Cent.
  • Das Markenwasser Evian, welches beim Ökotest Nr.8 2017 mit „ausreichend“ abgeschlossen hat, kostet im Schnitt 93 Cent/Liter, womit sich die Gesamtkosten auf stolze 137 Euro pro Jahr belaufen. Hier lohnt sich besonders, das Geld lieber in eine gute Trinkflasche zu investieren.

 

Leitungswasser ist im Zweifelsfall gesünder als Flaschenwasser

  • Unser Leitungswasser ist rein und gesund. Dafür sorgt der Trinkwasserversorger. In Braunschweig ist das BS Energy. Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Grundlage für die Bemessung des Trinkwasser ist die Trinkwasserverordnung, welche bestimmte Grenzwerte für die Inhaltsstoffe festlegt.
  • Der große Unterschied zu Mineralwasser ist, dass die Qualität des Leitungswassers dort bestimmt wird, wo die Leitung des Wasserversorgers endet. Beim Mineralwasser wird die Qualität des Trinkwassers nur am Abfüllort überprüft. Welchen Einfluss die Plastikflasche, der Transport oder die Lagerzeit hat, wird bei Wasser aus der Flasche nicht bestimmt.
  • Einen weiteren Punkt benennt Saskia Gerhard in einem Zeit Online Artikel vom 18. Juni 2017: „Was ebenfalls gegen Wasser aus der Flasche spricht: Kunststoffverpackungen und Verschlüsse können das Getränk geschmacklich verändern. Zudem besteht der Verdacht, dass in Plastikflaschen abgefülltes Wasser hormonell wirksame Stoffe enthalten kann (Wagner & Oehlmann, 2011). Diese können den körpereigenen Hormonhaushalt durcheinander bringen.“ [5]

 

Leitungswasser gibt es überall! Und das auch noch umsonst.

  • Ob in der Uni, auf der Arbeit und unterwegs. Für das Auffüllen deiner Trinkflasche zahlst du nichts. Dadurch, dass Trinkwasser immer verfügbar ist, trinkt man automatisch mehr. Und falls du mal in der Innenstadt unterwegs bist und dir dein Wasser ausgeht, hilft dir Refill Braunschweig (http://bit.ly/2KiJKqp) dabei einen Ort zu finden, wo du dein Leitungswasser kostenfrei auffüllen kannst.

 

Mineralstoffe nimmt man größtenteils über die Nahrung auf.

  • Hersteller für Mineralwasser werben gerne damit, wie gesund ihr Produkt ist und welchen Beitrag dieses bei der Versorgung mit Mineralstoffen leistet. Allerdings ist die wichtigste Quelle für Mineralstoffe unsere Nahrung [6]. Mineralwasser kann da immer nur eine ergänzende Rolle einnehmen.

 

Fragen und Antworten:

 

Sollte man Braunschweiger Leitungswasser filtern?

  • Nein, Leitungswasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland und die Qualität des Braunschweiger Leitungswassers ist besonders hoch [7].
  • Filter haben im Zweifelsfall einen nachteiligen Effekt auf das Wasser, da sie relativ schnell mit Keimen belastet sind. Filtersysteme sind nur dann sinnvoll, wenn das  Wasser aus dem Wasserhahn nachweislich belastetet  ist (z.B. möglich bei Häusern mit eigenen Brunnen).

 

Wo kann ich mein Leitungswasser auf Rückstände testen lassen?

 

Befindet sich Nitrat im Leitungswasser?

  • Auf diese Aussage stößt man immer wieder. Richtig daran ist, dass sich zunehmend Nitrat im Grundwasser befindet. Daran ist hauptsächlich die industrielle Landwirtschaft durch das Ausbringen großer Mengen an Gülle verantwortlich.Die erhöhten Nitratwerte sorgen dafür, dass Trinkwasser in Zukunft bis zu 32-45% teurer wird, weil zunehmend mehr Aufwand für die Reinigung betrieben werden muss [8].
  • Leitungswasser in Braunschweig besteht aber nur zu einem Prozent aus Grundwasser [9] und jegliches Leitungswasser wird immer aufwendig gereinigt, sodass sich keine nennenswerten Rückstände im Leitungswasser befinden.

 

Was kann ich tun, wenn ich Wasser mit Kohlensäure bevorzuge?

  • Um dem Leitungswasser "Geist" also Kohlensäure zu geben, benötigt man einen Wassersprudler. Diese sind erhältlich mit Glasflaschen (Soda Stream Cyrstal 2.0) oder PET-Flaschen, elektrisch oder mechanisch. Eine gute Übersicht findet man z.B bei www.wassersprudler-im-test.de

 

Auf was wartest du noch? Vergiss Plastikflaschen, vertraue Leitungswasser!

 

Publikationen

Weiterführende Links

Trinkt mehr Leitungswasser!

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