#wellemachen gegen Plastik

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Anlässlich des Stadtputztages am 12. März 2016 haben Aktive der Greenpeace-Gruppen Braunschweig und Wolfsburg am Moorhüttenteich in Volkmarode aufgeräumt – und dabei kam von kleinen Flaschendeckeln bis zu ganzen Luftmatratzen einiges an Abfall zusammen.

Direkt an den Moorhüttenteich im Braunschweiger Stadtteil Volkmarode grenzen zwei Wohngebiete. Ein Rundweg lädt zum Spazieren am Moorhüttenteich ein und regelmäßig gibt es Bänke zur Rast sowie Zugangspfade, die direkt zum Ufer des Gewässers führen. Auf dem Teich leben zahlreiche Wasservögel. Viele Spaziergänger und Spaziergängerinnen sind mit Hunden und Kindern unterwegs oder umrunden den See auf dem Fahrrad. Ein Idyll für Erholungssuchende und Menschen, die es raus ins Grüne zieht, so sollte man meinen.

 

Unerwartet stark verschmutzt

Jedoch haben die Gruppenmitglieder von Greenpeace Braunschweig am 12. März den ganzen Mittag und Vormittag über große Mengen Müll aus dem Teich und seiner Umgebung gesammelt, welcher sich klaren Quellen zuordnen lässt: Viele Gartenabfälle wurden in unmittelbarer Nähe zu einem der angrenzenden Wohngebiete gefunden. Das schließt nicht nur Plastikblumentöpfe mit ein, die teilweise stark zersplittert und großflächig verteilt waren, sondern auch alte Blumenerde-Säcke oder Netze, in denen sich einst Vogelfutter befand. Am Teichufer wurden Anglerschnüre und anderer Angelbedarf eingesammelt – eine besondere Gefahr für Wasservögel, die sich leicht in den reißfesten Schnüren verfangen und sich so ernsthaft verletzten können. Der Plastikmüll, der bei scheinbar „grünen“ Aktivitäten wie Gärtnern, Angeln oder der Vogelfütterung angefallen ist, verrottet nicht und stellt somit für den See auch nach Jahrzehnten ein Verschmutzungsproblem dar.

An allen Uferplätzen, die zum Sitzen einladen, wurden große Mengen an Glas- und Plastikflaschen, Kronkorken und Verpackungsmaterialien gefunden. Dabei gab es regelrechte Mülldepots, wo offensichtlich regelmäßig Müll in der Natur entsorgt wurde. Die Glasflaschen waren häufig zersplittert, wodurch sie nicht nur für die heimische Tierwelt, aber auch für Hunde und spielende Kinder schnell zur Gefahr werden.

 

Das Problem mit der Entsorgung

Den Helferinnen und Helfern fiel beim Stadtputz ein Problem des Teiches besonders ins Auge: An keiner der aufgestellten Sitzgelegenheiten oder zugänglichen Uferstellen gibt es Mülleimer. Selbst die vom Wohngebiet aus leicht erreichbaren Bänke sind nicht mit solchen ausgestattet, obwohl diese einfach zu leeren wären. „Es hat uns erstaunt, dass es am ganzen Teich keine einzige Möglichkeit zur Müllentsorgung gibt. Wenigstens an den beliebtesten Stellen des Sees Mülleimer aufzustellen, könnte die Lage dort erheblich verbessern“, sagt Ole Sander, Mitglied von Greenpeace Braunschweig und Helfer bei der Aktion. „Natürlich liegt es in der Verantwortung der Menschen, ihren Müll richtig zu entsorgen. Hier sollte aber auch die Stadt etwas tun.“

 

Den Teichbesucherinnen und Teichbesuchern entgegenkommen

Damit der Teich am Ende dieses Sommers nicht wieder so aussieht, wie die Greenpeace-Gruppen ihn am Samstagmorgen vorgefunden hatten, sind Anwohner und die Stadt gefragt. Die Entsorgung alter Blumentöpfe und von anderem Gartenmüll am Teich ist inakzeptabel und führt langfristig zur weiteren Anhäufung des Abfalls, da das Plastik zwar immer weiter zersplittert und zerkleinert, aber nicht abgebaut wird. Zudem ist das Aufstellen von Mülleimern an den beliebtesten Uferpunkten notwendig. Greenpeace Braunschweig und Greenpeace Wolfsburg appelieren deshalb an die Stadt Braunschweig und die Bürgerinnen und Bürger, die in der Nähe des Teiches wohnen, sich gemeinsam weiterhin für das Teichgebiet engagieren.

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