Wo jetzt Zeit ist….

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Aufgrund der momentanen Lage haben viele von uns Gewohnheiten verändert und den Alltag neu organisiert. Wir lernen entgegenkommenden Mitmenschen auf dem Gehweg geschickt auszuweichen und nehmen schon fast automatisch eine Gesichtsmaske mit, wenn wir in das nahegelegene Geschäft gehen. Wäre dies nicht auch die perfekte Zeit, um Gewohnheiten und Routinen im Bezug auf das persönliche Verhalten beim Umweltschutz zu verändern? So kannst du die besondere Zeit auch zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen.
Anzufangen ist dabei ganz einfach und schon mit kleinen Veränderungen kannst du viel bewirken. Zu diesem Thema hat die Greenpeace- Hochschulgruppe vergangenes Jahr kleine Tipps und Inspirationen zusammengetragen. Einige dieser Punkte eignen sich unserer Meinung nach perfekt, um sie jetzt umzusetzen.

Lass frische Luft rein!

Richtiges Lüften und Heizen ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, denn Heizen hat großen Anteil am Energieverbrauch im Haushalt. Doch wie geht das eigentlich? Folgende Tipps helfen dir dabei!
Mindesten zweimal am Tag Stoßlüften für wenige Minuten ist wesentlich effektiver als das Fenster dauerhaft zu Kippen. Ein weit geöffnetes Fenster sorgt für einen guten und raschen Luftaustausch. Ein Fenster „auf kipp“ hingegen für eine langsame Abkühlung ohne viel Frischluft. Eine Heizung auf Stufe 5 wird nicht schneller warm, sondern heizt das Zimmer lediglich auf eine höhere Temperatur auf. Überlege dir vorher, ob du es wirklich so warm haben möchtest. Auch eine Reduktion um einige Grad bringt etwas. Außerdem ist es ab Mai meistens auch nicht mehr nötig zu heizen. Außerdem sollten Heizkörper nicht durch Möbel und Vorhänge verdeckt sein.

Stromanbieter? Jetzt hast du Zeit zu wechseln!

Nutze einen freien Moment, um dich zu informieren und auf Ökostrom umzustellen. Das ist einfach und oft kaum teurer, dafür aber ein wichtiger Schritt zur Energiewende. Achte auf echte Ökostrom-Anbieter, die auch in zukunftsfähige Projekte investieren. Verlässlich sind Greenpeace Energy, Elektrizitätswerke Schönau, Lichtblick und Naturstrom. Über https://changeyourstrom.net/ unterstützt du gleichzeitig durch deinen Wechsel „Die Tafel“ in der Zeit während Corona.

Ernährung

Das Essen in der Mensa, Kantine oder im Restaurant fällt momentan aus. Doch statt zu Fertigprodukten zu greifen, sollten wir uns die Zeit nehmen selbst zu kochen. Kochen fördert nicht nur unsere Genussfähigkeit und vermeidet Palmöl, sondern steigert auch unsere Wertschätzung für Lebensmittel. Am besten verwendest du unverpackte und regionale Produkte. Probiere doch jetzt neue vegane und vegetarische Rezepte, diese findest du auf vielen Internetseiten. Ob allein oder mit den Kindern - nachhaltiges Kochen macht Spaß und ist lecker.

Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot - Die fünf R´s

Stoppe auch du den Wegwerf-Wahnsinn, erhalte Kreisläufe! Dabei hilft es dir, dich an den fünf R's zu orientieren:

Refuse – Ablehnen: Werden dir Dinge angeboten, von denen im Voraus klar ist, dass sie zu Müll werden oder viel davon produzieren? Lehne lieber ab! Dazu gehören besonders Werbeprospekte und -post und für dich nicht interessante Flyer, Werbegeschenke, übermäßig und unnötig verpackte Produkte. Meist gibt es nachhaltigere Alternativen. Besonders empfehlenswert sind Unverpacktläden.

Reduce – Reduzieren: Führe ein bewussteres Konsumverhalten, indem du dich fragst: Brauche ich das wirklich? Viele Sachen kannst du dir teilen oder sie ausleihen, wenn du sie nur selten benötigst. Häufig lohnt es sich auch in langlebige Produkte zu investieren

Reuse – Wiederverwenden: Wiederverwendbare Gegenstände ersparen dir nicht nur eine Menge Müll, sondern auch Geld: Repariere Dinge, anstatt sie gleich wegzuwerfen. Hast du vielleicht ein Kleidungstück im Schrank, das schon länger darauf wartet geflickt zu werden? Kaufe gebraucht und verkaufe. Außerdem kannst du Wegwerfprodukte durch Wiederverwendbare ersetzen, wie z.B. Plastikflaschen, Plastiktüten, Einmalrasierer oder Küchentücher

Recycle – Recyclen: Nur ein geringer Anteil deines Mülls wird tatsächlich recycelt. Trenne deinen Müll daher sorgfältig und vermeide besonders Plastikmüll. Schaue genau, welche Gegenstände wirklich in den Müll müssen und welchen du vielleicht noch ein zweites Leben schenken kannst.

Rot – Verrotten: Kompostiere was zu kompostieren geht. Hast du keinen eigenen Kompost im Garten, nutze die grüne Tonne. Achte dabei besonders darauf die Sticker von Früchten und Fruchtschalen zu entfernen.
 

Gestalte deinen nächsten Einkauf nachhaltiger!

Hierzu kannst du auf dem grünen Kompass nachsehen. Auf dieser Karte kannst du nachhaltige Einkaufsmöglichkeiten in Braunschweig finden: http://umap.openstreetmap.fr/de/map/der-grune-kompass-braunschweig_93968#12/52.2639/10.5211 Dorthin nimmst du am besten einen Stoffbeuten mit und vermeidest damit das Kaufen einer Einmaltüte.
 

Und dann wäre da noch eine Kleinigkeit...

Einiges kannst du ganz nebenbei für die Umwelt tun. Klebe ein "Bitte keine Werbung"-Schild auf deinen Briefkasten und benutze einseitig bedrucktes Papier für Notizen. Beim Waschen gilt: wähle das Energiesparprogramm, belade die Maschine voll und verwende umweltfreundliches Waschmittel.

Viele weitere Tipps, für den (studentischen) Alltag in der Zeit nach der Corona-Pandemie findest du in unserem Campus Kompass. Dieser kann trotz Einschränkungen per Download zu dir kommen.

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