Amazon zerstört neuwertige Ware

Themengebiet:
Umwelt & Wirtschaft

Braunschweig, 4. August 2018 - Die Ehrenamtlichen von Greenpeace Braunschweig haben von 10 Uhr bis 13 Uhr über 100 Unterschriften in der Innenstadt gesammelt. Bei der Unterschriftenaktion geht es um ein Vernichtungsverbot für alle neuwertigen und gebrauchsfähigen Waren.  Der Onlinehandel, allen voran Marktführer Amazon, lässt im großen Stil neuwertige Elektronik, Kleidung, Möbel und andere Waren vernichten – sowohl Ladenhüter als auch zurückgesendete Artikel. Erschreckende 30 Prozent der Retouren im deutschen Onlinehandel gelangen nicht wieder in den direkten Verkauf, obwohl sie voll funktionstüchtig und oft sogar neuwertig sind. Irrsinnigerweise ist es für die Händler billiger, professionelle Kaputtmacher zu engagieren, als die Waren neu zu verpacken oder an Bedürftige zu verschenken.
Um das zu visualieren haben die Ehrenamtlichen von Greenpeace eine Palette mit zu vernichtenden Retouren und einen Schredder an ihrem Infostand aufgebaut.

Die Kampagne von Greenpeace fordert Bundesumweltministern Svenja Schulze auf, einzuschreiten und die Zerstörung von allen neuwertigen und gebrauchsfähigen Waren zu stoppen. Sie wollen, dass die Unternehmen die Mengen ihrer vernichteten Waren öffentlich machen müssen, und dass das Umweltministerium ein Vernichtungsverbot für alle neuwertigen und gebrauchsfähigen Waren prüft.

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