KOHLE|ENERGY - Nein Danke!

Greenpeace demonstriert beim Braunschweiger Nachtlauf für den Kohleausstieg.

Themengebiet:
Energiewende
  • KOHLE|ENERGY - Nein Danke!
  • /

Braunschweig, 08.06.2018 - Greenpeace-Aktivisten laufen heute beim Braunschweiger Nachtlauf mit. Auf ihren Trikots fordern sie vom regionalen Energieversorger BS|ENERGY den Kohleausstieg. Sie appellieren damit auch an Verbraucher, sich bei der Wahl ihres Stromtarifs bewusst für Strom aus ökologischer Erzeugung zu entscheiden. „Braunschweig muss seinen Teil zur Energiewende beitragen“, sagt Stefan Begerad, Aktivist bei Greenpeace Braunschweig. „Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, ist der Kohleausstieg zwingend erforderlich – nicht nur die Versorger, sondern auch die Verbraucher sind hier in der Pflicht.“

Klimakiller Kohle

2015 gingen nach Zahlen des Umweltbundesamts 31 Prozent der gesamtdeutschen Kohlendioxid-Emissionen auf die Stromerzeugung mit Kohle zurück. Ohne einen Kohleausstieg wird Deutschland das Pariser Klimaabkommen nicht umsetzen können. Dass vor zwei Tagen eine von der Regierung eingesetzte Kohlekommission, die einen Plan für den Ausstieg und den damit einhergehenden Strukturwandel erarbeiten soll, ihre Arbeit aufgenommen hat, zeigt die große Relevanz und Dringlichkeit des Themas. Es müssen auf der einen Seite Kohlekraftwerke wie das Heizkraftwerk Mitte in Braunschweig vom Netz gehen und auf der anderen Seite gezielt Strom aus regenerativen Quellen bezogen werden – ein Abschalten der Kraftwerke alleine reicht nicht. Letzteres ist nicht nur Aufgabe der Versorger, sondern auch der Verbraucher.


Was BS|ENERGY tut – und tun könnte


2022 will BS|ENERGY das Heizkraftwerk Mitte umrüsten und die Kohleverstromung beenden. Ambitionierter fallen die Ziele des Unternehmens jedoch nicht aus – der fehlende Strom wird voraussichtlich mit dem deutschen Strommix von der Energiebörse gedeckt, also zu fast 50 Prozent aus fossilen Brennstoffen. Dabei wäre mehr möglich: Vom gezielten Einkauf regenerativen Stroms bis hin zu Investitionen in entsprechende Anlagen und somit der Eigenproduktion.

Die Kunden haben es in der Hand

Welchen Strom die Versorger anbieten hängt natürlich auch von der Nachfrage der Kunden ab. Diverse Ökostromanbieter verkaufen nicht nur Strom aus regenerativen Quellen, sondern verwenden auch einen festen Teil der Erlöse für deren Ausbau. So kann auch der Endverbraucher die Energiewende vorantreiben. Wer bei einem regionalen Versorgungsunternehmen Strom beziehen möchte, der kann sich wie bei BS|ENERGY gezielt für Strom aus erneuerbaren Energien entscheiden – und damit dem Unternehmen ein klares Signal geben.

Pressetexte

Pressebilder